Bürgermeister von Marl, Werner Arndt: “Der Ramadan ist die Zeit des Friedens und des Teilens”

Die DITIB Fatih Moschee in Marl-Hamm, einer Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen, empfing die Stadtverwaltung zu einem Iftar-Ereignis. Zu den Gästen gehörten Bürgermeister von Marl Werner Arndt, Polizei-Hauptkommissarin Verana Tkacz von Marl-Hüls, SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel, Vertreter der Kirchen der Stadt Marl, der Vorsitzende der Moscheegemeinde Fikret İnam, stellvertretender Vorsitzender Muhammet Çatmak, Imam Ahmet Çelik, DITIB-Regionalverantwortliche Zişan Bolat, Präsident des Europäischen Zonguldak-Vereins Mehmet Karakulak, Präsident des Karabük-Yeniceliler-Vereins in Deutschland Yalçın Yirmibeşoğlu, Mitglied des Vorstandes der Memleket-Partei in Deutschland Özkan Yağcı, Steuerberater und Übersetzer Rasim Saka sowie die Damenabteilung des Vereins.

Betonung auf Einheit und Solidarität

Die Ramadan-Zusammenkunft in der DITIB Fatih Moschee begann mit einer Begrüßungsansprache von Muhammet Çatmak, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Moscheegemeinde. Anschließend wurden verschiedene Reden gehalten. In seiner Rede hob Bürgermeister Werner Arndt hervor, dass der Ramadan von großer Bedeutung in Bezug auf Frieden, Einheit und das Teilen sei, besonders im Hinblick auf die weltweiten Hungersnöte und Kriege. Arndt sagte: „Wenn wir heute die Zeitungen lesen, sehen wir immer noch, dass viele Menschen hungern und unter Kriegs- oder Bürgerkriegbedingungen leben. Doch der Ramadan ist eine Zeit, in der Frieden, Gemeinschaftsgefühl und Teilen auf höchstem Niveau gelebt werden. Aus diesem Grund ist es heute sehr wertvoll, dass wir uns hier versammeln.“

Die Kraft der gesellschaftlichen Solidarität

Bürgermeister Arndt sprach auch über die Bedeutung von gegenseitiger Unterstützung an solch einem besonderen Abend: „Für uns alle kann es ein guter Abend sein, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es viele Menschen gibt, die nicht diese Möglichkeiten haben. Es hat eine große Bedeutung, hier zu zeigen, dass auch sie nicht vergessen werden. Solche Veranstaltungen sind eines der wichtigsten Elemente, um die gesellschaftliche Solidarität zu stärken.“ Er lobte die Moschee für ihr vorbildliches Verhalten bei der Durchführung solcher Veranstaltungen und sagte: „Unsere Moschee hat immer eine bewundernswerte Rolle gespielt, wenn es darum geht, verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammenzubringen. Viele Gäste aus der Stadtgemeinschaft sind hier und haben Ihrer Einladung gerne zugestimmt. Es ist sehr wichtig, dass wir im Dialog bleiben.“

„Der beste Mensch ist der, der den Menschen am meisten nützt“

In seiner Rede zitierte Arndt einen Vers aus dem Koran: „Ein Satz, den ich in einer Moschee gelesen habe und der mich tief beeindruckt hat: ‚Der beste Mensch ist der, der den Menschen am meisten nützt.‘ Es freut mich zu sehen, dass viele der hier Anwesenden der Gesellschaft einen Beitrag leisten. Alle, die ehrenamtlich arbeiten, helfen, Gemeinschaften gründen und den Armen, Alten und Kranken beistehen, sind die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Ich wollte dieses Zitat hier teilen, weil es perfekt zu der Atmosphäre hier passt.“

Wir sollten unser eigenes Verhalten hinterfragen

Der Bürgermeister betonte, dass es jedermanns Verantwortung sei, der Gesellschaft zu nützen und stellte fest: „Wir sollten uns fragen, ob das, was wir tun, wirklich den Menschen hilft. Als Politiker muss ich darüber nachdenken, ob meine Entscheidungen den Bedürfnissen der Menschen entsprechen. Ebenso sollte jeder in seinem Leben diese Fragen an sich selbst stellen. Auch wenn ich kein Muslim bin, frage ich mich als Christ: Bin ich ein Mensch, der der Menschheit wirklich von Nutzen ist?“

Botschaft der Freundschaft und Zusammenarbeit

Bürgermeister Arndt sprach davon, dass er viele der Anwesenden seit vielen Jahren in freundschaftlicher Beziehung kennt und sagte: „Manche Menschen fragen überrascht: ‚Ist es möglich, dass ein Bürgermeister hier ist?‘ Ja, natürlich ist es möglich. Wir kennen uns schon lange und haben oft miteinander gesprochen. Nicht nur mit Ihnen, sondern auch mit vielen anderen. Deshalb fühle ich mich hier zu Hause und werde immer sehr herzlich empfangen.“ Er bedankte sich bei den Organisatoren und fügte hinzu: „Vielen Dank für Ihre Einladung. Ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten, fruchtbaren Abend. Ich hoffe, dass unsere Freundschaft immer stark bleibt und weiter wächst.“

Solidaritätsbotschaft des Zonguldak-Vereins

Anschließend trat der Präsident des Europäischen Zonguldak-Vereins, Mehmet Karakulak, ans Mikrofon. Karakulak sprach über die Aktivitäten des Vereins in der Vergangenheit, die Beziehungen und Solidarität zwischen der türkischen und deutschen Gemeinschaft und betonte: „Unsere Türen stehen immer jedem offen. Wir sind nicht nur eine Migrantengemeinschaft, sondern auch ein Teil der Stadt, in der wir leben. Unsere Türen stehen allen gesellschaftlichen Gruppen offen. Seit über 20 Jahren setzen wir uns für Einheit und Zusammenarbeit ein.“ Zudem teilte er mit, dass der Verein landesweit als „aktivster Verein des Jahres“ unter den Migrantenvereinen ausgezeichnet worden sei und sagte: „Dieser Preis ist ein Zeichen unseres Beitrags zur Gesellschaft und unseres Geistes der Solidarität.“

Gemeinsam zu sein, ist ein großes Glück

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel bedankte sich für die Einladung zum Iftar und sagte: „Ich bin glücklich, in einer so herzlichen Atmosphäre mit so schönen Menschen zusammen zu sein. Als SPD unterstützen wir solche schönen Aktivitäten.“ Fikret İnam, der Vorsitzende der Moscheegemeinde, bedankte sich ebenfalls bei allen Teilnehmern und sagte: „Es ist uns eine große Freude, heute hier mit Ihnen zusammen zu sein. Es ist für uns sehr bedeutungsvoll, den Geist des Ramadan zu teilen und an diesem besonderen Abend zusammenzukommen.“

Herzliche Momente und die Freude an Musik

Die Veranstaltung war ein Ort, an dem herzliche und freundliche Momente zwischen den Mitgliedern der Gemeinde geteilt wurden. Nach dem Iftar wurden Gespräche bei türkischem Tee geführt. Bürgermeister Werner Arndt unterhielt sich einzeln mit den Gästen. Polizei-Hauptkommissarin Verana Tkacz kümmerte sich um die Damenabteilung der Moscheegemeinde und hörte sich ihre Anliegen an. Im letzten Teil der Veranstaltung präsentierte Meltem Çatmak den Gästen schöne Stücke auf dem Klavier.

Bericht: Mustafa Tığlı.

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